Turism in Scaunul Rupea
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Geschichte und Legenden

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Es existiert kein Ort in welchem sich nicht zugleich Geschichte und Legenden abspielen. Die Letzten entstehen gewöhnlich wenn die wahre Geschichte unbekannt bleibt oder wenn sie nicht genügend spektakuläre Elemente dem Publikum liefern.

Die ersten „Geschichten” werden von den Namen der Siedlungen generiert. Reps (rum. Rupea) wurde von ihren alten Bewohner anders betrachtet. Wenn wir von der ungarischen Bezeichnung ausgehen, die auch von den Rumänen benützt und überliefert wurde – Kohalm, Cohalm, bedeutete ein „Felshügel” (ung. = Felsen; ung. halom = Hügel) der aus der Landschaft mit leicht geneigten Hügeln deutlich hinausragte. Eine Gruppe anderer Dörfer aus dem Repser Stuhl hat den Namen in Verbindung mit der dort existierenden Rohstoffe gegeben: ein niedriger Ort (Bodendorf, Buneşti), ein Stein (Stein, Dacia),ein anderer mit Fisch (Fisch, Fişer). Wer könnte noch heute wissen womit sich der Name (Katzendorf, Caţa) in Verbindung setzt? Vielleicht war die Menge vom Wild, keinesfalls die der Haustiere, die den Namen des Dorfes gegeben haben. Wie überall, haben auch die Kirchen Genesisgeschichten inspiriert. Viscri (dt. Deutsch-Weisskirch) ist von Anfang an  durch das leuchtende Weiss der Kirche aufgefallen. Das Dorf Ioneşti (dt. Eisdorf) hat den Namen von dem Schutzpatronen Hlg. Johannes der Dorfkirche bekommen. Criţ (dt. Kreuz) hat den Namen vom Hlg. Kreuz abgeleitet. In anderen Fällen, wurden die Traditionen der Gründung an einer einzigen Person gebunden, die allgemein das Gedächtnis der Mehrheit markiert hatte, dadurch dass diese Person den ersten Pflock für ein Haus oder ein Garten gestellt hat oder dass sie ihre wenigen Gefährten bei der Markierung einiger Grenzen, Benützung der Wälder, Weiden und Gewässer organisiert hat.  Diese Person war der Urvater par excellence. Die Toponyme deuten  aber nicht  immer auf den Anfang. Beim Dorf Beia (dt. Meeburg) ist das anzutreffen. Der Name konnte auf einem Eponym zurückgeführt werden. Es handelte sich um eine Stelle mit vielen Bienen, von welcher auch der Name einer verschwundenen Burg gegeben wurde? Ähnlich ist die Geschichte des Jimbor, welches in Deutsch eine „Burg der Sonne” (dt. Sommerburg) ist, wobei es in Ungarisch (ung. Zombor) über eine legendäre ungarische Persönlichkeit aus der vorchristlichen ungarischen Geschichte zurückweist.

Die Faszination der ersten Gründungen wurde an Steinmonumente gebunden, besonders wenn diese Gründungen eine bevorzugte Lage und eine bedeutende Größe gehabt haben. Ein dermaßen gründlicher Bau, der so weit von dem Dorf angelegt war, konnte nur von einer sehr stark physisch, nicht sozial oder kulturell, ausgebildeten Person gemacht werden. Aus diesem Grund hat ich im Glauben der einfachen Menschen verwurzelt, und mancherorts ist es heute noch anzutreffen, dass die Burgen den Riesen, deren Herkunft unbekannt war, oder dass sie anderen Personen mit außerordentlichen Kräften gehörten. Diese ursprüngliche Schöpfer haben Hügel abgehaut, haben augenblicklich Burgen gebaut, haben anders gelebt. Den Menschen bleiben diese merkwürdigen, wunderlichen Spuren, dass sie entdeckt und bewundert werden. Zu diesen Spuren kann man mehrere Meter lange, in Felsen gegrabene Tunnels zählen, die aus der Burg zu verschiedene strategische Stellen aus der Siedlung hinaus führen, von denen einer bestimmt zur alten Kirche kam; oder es gab Keller in welchen man Schätze aufbewahrt hat, über welche jede Generation träumen konnte. Oftmals, reicht es, dass ein Fundstück aus der Erde geholt wird, um die Stimmung zu annimieren und die Herkunftsgeschichten zu speisen. Es vermischen sich dann, je nach Gabe des Nachrichtverbreiters, verschiedene Helden mit Soldaten und schöne Mädchen, Könige mit negativen Gestalten, die auch Drachenmasken tragen können, wie man es auch in der ganzen Märchenwelt angetroffen hat.

Alle Märchen und Sitten sind bei der dörflichen Intelektualität (Pfarrer, Lehrer, kleine Verwalter) durchgekommen. Diese hat sie aufgenommen und mit neuen Beiwörtern geschmückt und verschönert und dann weitergegeben.  Es war in der Romantik als die Ruinen, das Mittelalter und die idyllische Liebe verehrt wurden.

Zwei der ältesten Geschichten aus dem Repser Stuhl wurden von dem Romantiker Orbán Balázs gesammelt und leidenschaftlich wiedergegeben. Diese berichteten über Jimbor und Rupea.

Die älteste davon spielt sich im Jahr 1421 ab, als die Türken unter Murad II. (in der Geschichte Murad bey) zum ersten Mal in Transilvanien richtig eingefallen sind. Die Bevölkerung wurde gewarnt, dass die Türken kommen und zog sich hinter den Mauern der Burg Jimbor zurück. Hier waren auch Ioan Lebei aus Mărtiniş mit seiner geliebten Frau Maria. Der junge Ehemann hat an den Ringmauern mit anderen fähigen Kämpfern versucht die Burg zu verteidigen. Die Türken waren aber stärker und sind durch ein Riß in der Ringmauer eingedrungen und haben die Opferung der Bevölkerung begonnen. Durch ein Wunder ist es dem Paar gelungen dem Massenmord, nach welchem das Blut in der Burg bis zur Kniehöhe reichte, zu entkommen. Der Mann wurde aber als Geisel genommen, während seine Frau in den Wald flüchtete. Nachdem sich die Türken zurückgezogen haben hat das Epos der liebenden Frau begonnen, die, nachdem sie ihr Hab’ und Gut’ verloren hatte, nach Süden ziehen wollte, um ihr Mann zu suchen. Man sagt, dass sie bis nach Jerusalem gekommen ist, dass sie Syrien bis zum Euphrat durchquert hat, wo sie letztlich auch ihren gefesselten Mann entdeckt hat. Ihre Tränen und ihre Bitten hatten den grausamen Araber überzeugt ihren Mann in Freiheit zu lassen, wenn sie drei Proben überstehen wird. Maria macht Wunder mit ihrer Gutmütigkeit und mit ihrer Ausdauer, indem sie die Herzen anderer bösartigen Gegnern gewinnt, Naturkräften oder bei dem Gefängnis wachestehenden Löwen widersteht. Bis zuletzt wird ihr Mann, der seit fünf Jahre in Gefangenschaft war, in Freiheit gelassen. Er wird mit der höchsten Sorgfalt durch die syrische Wüste getragen um gut beim Hafen „Ptolemais” anzukommen. Von dort geht es dann weiter Richtung Heimat, aber die Geschichte geht nicht mehr weiter, weil sie ein banales glückliches Ende hat.

Bei der anderen Geschichte ist die Rede auch über die Türken. Die Hauptgestalt ist der Richter des Repser Stuhls, Hedvig Veres genannt, der auch in Gefangenschaft geriet. Ohne Fluchtmöglichkeit wurde er in dem berühmten Edikule in der osmanischen Hauptstadt eingesperrt. Sein Retter ist kein anderer als der Trommler Menenges, der, als er sein Meister so unglücklich sah, ihn aus dem verfluchten Gefängnis mit Hilfe eines Zaubermantels rettete. Die zwei kommen bis zur Stelle die „Seeburg” heißt, geflogen und die Fesseln werden als wahrhaftige Zeugnisse in die Waffenkammer der Burg gesetzt.

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